13. April 2024 – Basteltreffen

Nach einer längeren Ruhepause haben wir uns an diesem Wochenende wie getroffen, um an unserem Bahnhof weiter zu bauen. Dabei waren wir an mehreren Baustellen gleichzeitig aktiv.

Drehscheibe provisorisch eingesetzt

So ist zum Beispiel die Gruppe der Drehscheibe inzwischen soweit fertiggestellt, dass sie endgültig eingebaut werden konnte. Dazu musste die Höhe der Grube so an die Höhe der Anschlussgleise angepasst werden, dass die Bühne exakt im Wasser liegt.

Drehscheibengrube verspachtelt

Im Anschluss wurde der Rand der Grube verpachtet, um sie an das umliegende Gelände anzugleichen.

Auch das Schottern der Gleise ging voran. So sind nun fast alle Gleise geschottert. Die Weichen wurden vorerst ausgelassen und bei einem der nächsten Basteltreffen mit Schotter versehen.

Werkzeuge zum Schottern
Geschotterte Ausfahrt zur Nebenstrecke

In bekannter Manier wurde dazu zuerst der Schotter aufgebracht und mit einem Pinsel gleichmäßig verteilt. Danach wurde der Schotter mit entspanntem Wasser eingesprüht und anschließen mit verdünntem Weißleim getränkt. Diese drei Schritte kann man im folgenden Bild gut sehen.

Drei Stufen des Schotterns

Für den Schotter haben wir drei verschiedenen Farbtöne gewählt. Sehr hellen Schotter für die frisch erneuerten Hauptgleise. Etwas dunkleren Schotter für die Nebengleise und stark getönten Schotter für die selten genutzten Gleise. Die Unterschiede sind im folgenden Bild gut zu sehen. Wenn es fertig geschottert ist, werden wir die Farbtöne noch mit der Airbrush etwas angleichen.

Drei verschiedene Schottertöne

Parallel dazu ging es an der Ladestraße weiter. Dort wurde die provisorisch eingebaute Gleiswaage wieder entfernt, da sie doch nicht unseren Ansprüchen genügt hat. Tja, auch in der Bauphase wird mal wieder abgerissen.

Ausbau der alten Gleiswaage

Anschließend konnte dann die neue Waage mit dem umgebenden Betonsockel wieder eingebaut werden. Es handelt sich dabei um ein selbst konstruiertes und 3D-gedrucktes Bauteil.

Die neue Gleiswage

Auch abseits der Gleise gab es kleinere Arbeiten zu erledigen. So haben wir die Platte der Stelltische mit Löchern versehen, durch die die Kabel für den Felderblock geführt werden können. Nun hängen diese nicht mehr provisorisch seitlich an den Stelltischen herunter.

Kabeldurchführung für den Anschluss des Felderblocks

Zu guter Letzt gibt es auch noch einen Fortschritt bei der Stellwerkslogik zu vermelden, für den es aber kein Bild gibt. So werden nun die Ausfahrfahrstraßen automatisch durch den ausfahrenden Zug aufgelöst, sobald der optische Ausfahrtkontakt mindestens einmal befahren wurde und danach für ein paar Sekunden nicht nicht wieder ausgelöst hat. Dies erleichtert die Arbeit des Fahrdienstleiters, da er diese Auflösung nicht mehr unbedingt manuell vornehmen muss.

19. April 2023 – Drehscheiben-Details

Die Drehscheibe an Gleis 9 im Bahnhof Grünberg ist inzwischen im Modul eingepasst und kann nach der Lackierung und Alterung eingebaut werden. Im Modell fehlen am Rand der Drehscheibengrube leider die Nachbildungen des Zahnkranzes, in den beim Vorbild der Antrieb der Bühne eingreift. Anhand von Vorbildfotos ähnlicher Drehscheiben wurde dieses Detail für den 3D-Druck konstruiert.

Zahnkranz-Segment 20 Grad

Im Konstruktionsprogramm Fusion 360 lässt sich dieses Bauteil sehr exakt auf den Drehscheibendurchmesser abgestimmt konstruieren und durch Vervielfältigung der komplette Zahnkranz erzeugen. Für den Druck wurden Einzelsegmente von 60 Grad zusammengesetzt und in einem Stück gedruckt.

Zahnkranz-Segment 60 Grad (3D-Druck)

Nach der Lackierung und Alterung wird dieses Detail am Rand der Drehscheibengrube befestigt und bringt das Modell dem Vorbild wieder etwas näher.

20. Juni 2020 – 16 Meter Drehscheibe – ein Bausatz von Digitalzentrale

Der Bahnhof Grünberg besaß eine 16-Meter-Drehscheibe, die wenigstens noch in den 60ern des 20sten Jahrhunderts in Betrieb war. Zumindest ist es denkbar, dass die Lokomotiven der Züge, die in Grünberg übernachteten, dort gedreht wurden.

Michael besitzt einen Bausatz der Digitalzentrale, den ich zum Zusammenbau bei mir zu Hause habe. Nach Sichtung der Teile und Abgleich mit der nicht vorhanden Bauanleitung, bin ich der Meinung, dass nicht alle benötigten Teile vorhanden sind.

Ein Teil der Einzelteile aus der Ätzplatine

Zumindest die Brücke der Drehscheibe erschien mir vollständig, bis auf die Laufrollen, also Lötkolben an, Teile sauber verfeilen und rechtwinklig zusammenlöten. So wird aus einer labilen Neusilberblechätzung ein stabiles Brückenbauwerk.

Fertig gelötete Brücke mit den lose beiliegenden Abdeckgittern

Wie geht es weiter?

Ich werde schauen, ob ich passende Laufrollen habe. Die richtige Größe kann ich aber erst herausfinden, wenn die Grube soweit fertiggestellt ist, um die Brücke mal einbauen zu können. Bisher ist diese nur grundiert und lackiert.

Im grauen Grundton lackierte Grube

Es muss noch der Laufkranz für die Laufrollen eingebaut und dann das Ganze patiniert werden.