Weihnachtsbasteln am 20. Dezember 2025

Kurz vor Weihnachten haben wir uns noch einmal in kleiner Runde zu einem eintägigen Basteltreffen zusammengefunden.

So hat Grünberg bei dieser Gelegenheit wieder mal einen großen Schritt in Richtung „grün“ gemacht.

Material für die Begrünung

An einigen Stellen sproß Gras und versteckt das Holz der Unterkonstruktion.

Doch auch im Gleisbereich ging es weiter. So konnte der Wasserkran nahe des Stellwerks Gf eingebaut werden.

Position des Wasserkrans beim Stellwerk Gf
Eingebauter Wasserkran

Auch am anderen Ende des Bahnhofskopfes ging es weiter und die Positionen des Kohlebansens und der Dieseltankstelle wurden festgelegt. Diese werden auf einer eigenen Grundplatte gestaltet und dann in die Landschaft integriert.

Geplante Positionen der Bekohlung und der Dieseltankstelle

Als kleines Detail haben wir auch die erste 3D-gedruckten Weichenlaternen eingebaut. Nun kann man die Stellung der Weichen einfacher erkennen.

Gedruckte Weichenlaterne

Bei der Gelegenheit wurde gleich noch eine Reparatur an einer Weiche vorgenommen, bei der sich eine Lötstelle am Herzstück gelöst hatte, so dass dieses nur noch teilweise mit Spannung versorgt wurde.

Nachgelötetes Herzstück

Auch am Gebäude der Güterabfertigung wurde weitergearbeitet. Die Mauerplatten für die Verkleidung des Gebäudes wurden ausgeschnitten.

Verkleidung des Gebäudes der Güterabfertigung mit Mauerwerksplatten

Auch bei der Sicherungstechnik gab es Fortschritte. So konnte der erste Prototyp eines Einfahrtsignals mit 3D-gedrucktem Watterscheiderträger begutachtet werden.

Gedruckter Träger für Einfahrtsignal

Zur Überwachung des Blocks auf dem Ast in Richtung Lollar wurde ein drittes Display gebaut.

Zusätzliches Display für den Block nach Lollar

Im Januar soll es dann das nächste Basteltreffen geben, bei dem wir weitere Fortschritte bis zum nächsten Einsatz in Krefeld 2026 erzielen wollen.

(JBec)

25. September 2022 – Zusätzliche Stromsensoren

Der Streckenblock benötigt für die Funktion Kontakte, die bei der Ein- und Ausfahrt eines Zuges ausgelöst werden. Bisher kamen dazu induktive Stromsensoren auf freier Strecke zum Einsatz, die von Decodern in den Einfahrtsignalen ausgewertet werden. Damit ergibt sich eine Abhängigkeit von der einwandfreien Funktion der Einfahrtsignale und zusätzlich mehr Verkabelungsaufwand beim Aufbau. Die Sensoren müssen ja in die Stromzuführung zu einfachen Streckenmodulen eingeschleift werden. Um hier etwas unabhängiger zu werden, haben wir beschlossen, zusätzliche Kontakte an den jeweiligen Gleisenden des Bahnhofs einzubauen. Da es an allen Abgängen passenderweise schon isolierte Gleisabschnitte gab, genügt es, deren Stromversorgungsleitungen durch die Spulen von induktiven Stromsensoren zu führen.

Induktiver Sensor für zwei Gleise

Natürlich musste nach so einem Umbau auch noch ein Funktionstest durchgeführt werden. Dafür genügt zwar das einzelne Segment, in dem sich der Stromsensor befindet es musste aber auch die restliche Stellwerkstechnik und ein Fahrloconet mit aufgebaut werden. So ergibt sich doch schon ein recht großer Verhau, um eine einzelne Lok fahren zu lassen:-)

Technik für Block-Tests

Die Technik soll so auf dem Treffen in Hochdorf-Assenheim zum Einsatz kommen, um zu prüfen, ob auch mit den Anderungen noch alles wie geplant funktioniert. Danach sollen die Stellpulte mit der notwendigen Technik in Kisten verbaut werden, die zum einen den Transport erleichtern aber auch die ganzen Komponenten bündeln und den Aufbau erleichtern sollen. Im Idealfall benötigt dann jedes Stellwerk nur noch einen Strom- und einen Loconetanschluss.

10. September 2022 – Schulungstreffen

Nach dem erfolgreichen Einsatz beim Treffen in Petersberg kam der Wunsch auf, die Bedienung der Stellwerkstechnik noch einmal in aller Ruhe üben zu können. Auf dem Treffen mit der laufenden Uhr im Nacken war dafür keine Zeit. Da außerdem seit dem letzten Treffen noch Änderungen an der Technik vorgenommen wurden, die getestet werden mussten, bot es sich an, dafür nochmal ein kleines Treffen mit aufgebautem Bahnhof zu veranstalten. Im Keller eines Mitglieds der Grünberg-Truppe fand sich dafür tatsächlich Platz genug.

Arrangementplan
Schattenbahnhof Hagen Vorhalle

Grünberg im Türdurchgang
Betrieb im Bahnhof
Schattenbahnhof Herbesthal

Da an allen Ästen Schattenbahnhöfe vorhanden waren, konnte voller Betrieb gemacht werden. Damit war es möglich, sich in aller Ruhe mit der Stellwerkstechnik vertraut zu machen und die Bedienhandlungen einzuüben.

Stellwerk Go mit neuen Blockfeldern

Wie schon weiter oben geschrieben, sollten auch Änderungen an der Technik getestet werden. Auf den Blockplatinen kam eine neue Version der Software zum Einsatz, mit der die Probleme bei der Kommunikation auf der Blockleitung behoben sein sollten.

Zudem wurde eine neue Platine für den Felderblock bestückt und die passende Software für die Ansteuerung geschrieben. Sie verfügt nun über eine rote und weiße LED pro Feld, so dass der Zustand eines Feldes eindeutig zu erkennen ist. Ein aktives Feld kann so von einem passiven Feld unterschieden werden. Nach dem erfolgreichen Test werden nun noch die Gehäuse dafür fertiggestellt.

Grünberg kürzen?

Grünberg benötigt für den Betrieb Einfahrsignale, für die Wattenscheider-Schächte in den Nachbarmodulen vorhanden sein müssen. Da das nicht immer der Fall ist, haben wir uns entschieden, auf dem recht langen Abschnitt in Richtung Lollar noch einen solchen Schacht einzubauen.

Eingebauter Wattenscheiter-Schacht

Insgesamt war das Treffen sehr produktiv und wir freuen uns nun, den Bahnhof hoffentlich auf dem nächsten Treffen in Hochdorf-Assenheim wieder einsetzen zu können.

8. Mai 2022 – „richtiges“ Basteln

repariertes Ausfahrsignal

Nachdem ich nun einige Wochen am Rechner 3D-Objekte konstruiert und anschließend gedruckt hatte, war mal wieder „richtiges“ Basteln nötig. Ein ruhiger Sonntagmorgen bei der ersten Tasse Kaffee ist die beste Gelegenheit, kniffelige Basteleien zu erledigen. Der gebrochene Mast eines Ausfahrsignals musste repariert werden. An der Bruchstelle wurden zunächst Farbe und Lot entfernt und die beiden Masthälften anschließend zusammengesetzt, ausgerichtet und neu verlötet. Das überschüssige Lot wurde zum Schluss mit Dreikantschaber und Glasfaserradierer entfernt. Nun muss die fehlende Farbe an der Reparaturstelle wieder aufgebracht und das Mastschild noch ergänzt werden, damit das Signal beim nächsten Treffen einsatzbereit ist.

16. April 2022 – Dies und das

Vor Ostern gab es noch ein kleines Basteltreffen, um weitere Details in Grünberg voran zu bringen.

So wurden unter anderem die Einfahrsignale mit den Signaldecodern versehen. Der überlange Einsatz vor notwendig, um noch eine zusätzliche RJ45-Buchse unterzubringen. Diese dient dem Anschluss eines Stromsensors, wie er auch bei der Bahnübergangssteuerung zum Einsatz kommt. Der Sensor wird für den Streckenblock benötigt. Er wird direkt durch den Servodecoder im Signalschacht ausgewertet und der Zustand als Loconet-Paket verschickt. Das ermöglicht es uns, im Prinzip jedes Signal als Schaltkontakt zu verwenden und reduziert den Verkabelungsaufwand, da nur eine Leitung vom Signal zum Bahnhof gezogen werden muss.

Signaleinsatz mit Servos, Buchse für den Stromfühler und Signaldecoder

Im Bahnhof Grünberg gibt es doch schon eine ansehnliche Sammlung von Signalen, die nun elektrisch fertig sind und nur noch eine mechanische Überarbeitung benötigen, damit die Signalflügel sauber stellen.

Signale für Grünberg

Parallel zu den Arbeiten an den Signalen ging es mit dem Gleisbau weiter. Die DKWs bestehen aus Gleisprofilen, die auf Pertinax-Schwellen gelötet wurden. Nachdem die Weichen nun eingebaut sind und einwandfrei funktionieren, können die Gleisnägel angebracht werden. Es handelt sich dabei um abgeschnittene Tackerklammern, wie es hier beschrieben wurde. Für jeden Nagel wird dabei ein Loch gebohrt und der Nagel mit einer Zange eingedrückt. Eine sehr meditative Arbeit…

DKW mit Gleisnägeln

Für die Arrangementplanung ist es wichtig, die genauen Abmessungen der einzelnen Segmentkästen zu kennen. Es gibt zwar die Konstruktionszeichnungen für die Kästen, aber die Erfahrung zeigt, dass der gebaute Kasten immer von den geplanten Maßen abweicht. Deswegen werden alle Kästen nach dem Bau noch einmal vermessen. Mit den vier Seitenlängen und den beiden Diagonalen kann dann eine exakte Zeichnung des Kastens für die Planung angelegt werden.

Vermessung der Kästen

Wie schon auf dem letzten Bild zu erkennen ist, haben wir auch schon etwas Farbe ins Spiel gebracht und provisorisch die Oberflächen auf die Modulkästen gemalt. Das gibt einen ersten Eindruck, wie es denn später mal aussehen könnte und ermöglicht Anpassungen in einem frühen Stadium, wo Änderungen noch einfach sind. Außerdem macht es auch für den Betrachter einen großen Unterschied, ob er nur auf weiße Oberflächen oder auf die Andeutung einer Landschaft schauen kann.

Landschaft in Farbe

Die zwei Tage Basteln in kleiner, feiner Runde haben uns wieder einen Schritt weiter zu einem funktionsfähigen Bahnhof gebracht. Weitere Abschnitte sind schon in Arbeit, so dass wir beim ersten geplanten Einsatz in Petersberg hoffentlich noch etwas mehr zeigen können.