17. August – An der Drehscheibe geht es weiter

Nach Rücksprache und Besprechung wollte ich den Laufkranz auf Schwellen setzen, die auf dem Grubenboden aufgeklebt waren. Nachdem ich aber beim Neuordnen auf meinem Rechner Zeichnungsdateien einer preußischen Drehscheibe mit 16,076 m Bühnennutzlänge gefunden hatte, bei der die Schienenstühle tatsächlich direkt im Beton mit Steinschrauben befestigt sind, habe ich wieder den ursprünglichen Zustand des Bausatzes hergestellt. Inzwischen wurden die Schienenstühle mit Gleislaufkranz eingebaut.

Antrieb zur Drehscheibe

Nebenbei habe ich auch mal das Gehäuse des Antriebs zusammengebaut und den Motor mit den Lagern und Schrauben fixiert. Hierzu musste das zentrale Messingrohr um einige Hundertstel im Durchmesser abgenommen werden, damit die Kugellager satt darauf passen. Leider musste ich dann feststellen, dass die Drehscheibenbühne an der Königsstuhlbohrung kleiner ausgefallen ist als das Messingrohr im Aussendurchmesser ist. Also weiter überlegen wie dieses Problem gelöst werden kann.

Es bleibt auf jeden Fall spannend.

5. Juli Schwellen für die Drehscheibengrube

Wanderschutz für den Laufkranz

Nach etwas längerer Recherche musste ich für mich feststellen, dass der Bausatz der kleinen Drehscheibe einen – für mich – kleinen Makel hat. Die Kleineisen lagen direkt auf dem Betonboden der Grube auf. Ich hatte im Internet nur ein Bild einer in Deutschland gebauten Drehscheibe gefunden bei der die Kleineisen direkt im Boden befestigt waren. Alle anderen gefundenen Bilder hatten Holzschwellen, auf welche die Kleineisen geschraubt waren.

Da eventuell noch an eine Brückenverlängerung zum Drehen von der BR 38.10 gedacht wird, habe ich mich dazu entschlossen, die Schwellen einzubauen. Die gesamte Brücke kommt dadurch zwei Millimeter höher, bekommt deswegen aber auch einen Königsstuhl in Betonbauweise in der Mitte der Grube mit ebenfalls 2 mm Höhe. Das macht die Sache meines Erachtens nach vorbildlicher.

Die Löcher für die mitgelieferten Kleineisen aus Kunststoff habe ich durchgebohrt, um nach dem Aushärten des Klebers die Schwellen von der Rückseite zu Bohren. Quasi die mitgelieferte Lehre.

Mit Schwellen.

20. Juni – 16 Meter Drehscheibe – ein Bausatz von Digitalzentrale

Der Bahnhof Grünberg besaß eine 16-Meter-Drehscheibe, die wenigstens noch in den 60ern des 20sten Jahrhunderts in Betrieb war. Zumindest ist es denkbar, dass die Lokomotiven der Züge, die in Grünberg übernachteten, dort gedreht wurden.

Michael besitzt einen Bausatz der Digitalzentrale, den ich zum Zusammenbau bei mir zu Hause habe. Nach Sichtung der Teile und Abgleich mit der nicht vorhanden Bauanleitung, bin ich der Meinung, dass nicht alle benötigten Teile vorhanden sind.

Ein Teil der Einzelteile aus der Ätzplatine

Zumindest die Brücke der Drehscheibe erschien mir vollständig, bis auf die Laufrollen, also Lötkolben an, Teile sauber verfeilen und rechtwinklig zusammenlöten. So wird aus einer labilen Neusilberblechätzung ein stabiles Brückenbauwerk.

Fertig gelötete Brücke mit den lose beiliegenden Abdeckgittern

Wie geht es weiter?

Ich werde schauen, ob ich passende Laufrollen habe. Die richtige Größe kann ich aber erst herausfinden, wenn die Grube soweit fertiggestellt ist, um die Brücke mal einbauen zu können. Bisher ist diese nur grundiert und lackiert.

Im grauen Grundton lackierte Grube

Es muss noch der Laufkranz für die Laufrollen eingebaut und dann das Ganze patiniert werden.