12.04.2021 Fahrplan 1958 KBS 193 mit angepassten Güterzügen von 1965

Gestern habe ich den Bildfahrplan für die KBS 193 Gießen – Fulda fertig gezeichnet. Da ich nach wie vor keinen Buchfahrplan für Güterzüge von 1958 besitze, habe ich den Buchfahrplan von 1965 genommen und die darin enthaltenen Güterzüge eingepflegt und von den Kreuzungen und der Streckenbelegung angepasst. Es ist mir klar, dass die Güterzüge fiktiv sind und für mich bisher nicht nachgewiesen, aber immerhin plausibel sind. Von der Belegung passen diese auf die Strecke. Im Bild unten ist der Bildfahrplan für die Tage Mo – Fr ohne Wochenende aufgeführt. Man sieht, es war damals wohl einiges los.

07.04.2021 Gedanken zum Fahrplan von 1958

Da ich nicht im Besitz von Wagenbestandslisten aus den späten 50ern und frühen 60ern der BD Frankfurt und hier speziell der Bhf Gießen, Limburg, Fulda bin, aber einen Taschenfahrplan von 1958 der BD Frankfurt erwerben konnte, habe ich diesen in einen Bildfahrplan übertragen, um zu sehen, wie Wagen gelaufen sein könnten. Hier jetzt einfach mal ein paar Gedanken dazu. Das ist nur ein Anfang.

Beim Aufzeichnen der Eilzüge hat sich für mich etwas Interessantes ergeben. Der sogenannte Bischofsexpress von Limburg nach Fulda fuhr 1958 als E 3241 bis Fulda und dann als E 4052 bis nach Würzburg. Laut Fahrplan war dieser durchgebunden. Damals war dieser planmäßig mit 3yg gebildet und wurde vor und nach Sonn- und Feiertagen in den 1950ern noch mit mindestens zwei B3i verstärkt. Ein Bild vom 09.09.1959 zeigt diese Verstärkung, allerdings nur mit einem B3i.
Wenn jetzt dieser Zug tatsächlich bis nach Würzburg durchgelaufen ist, hätte irgend ein Gegenzug existieren müssen. Leider habe ich bis jetzt noch keinen gefunden und der E 3244 startet deswegen erst in Fulda und fährt bis Limburg zurück. Welche Wagen waren hier dran?

Der E 3240 fährt mit einer P 8 des Bw Fulda bis Gießen. Der Gegenzug E 3243 kommt allerdings von Limburg. Laut Fahrplan ist dieser E 3243 in Gießen durchgebunden nach Fulda. Die P 8 des Bw Fulda fährt mit dem P 1565 zurück nach Fulda. Ist das derselbe Wagenstamm?

Der E 3246 und E 3247 wurde von P 8 des Bw Fulda gefahren. Nach meiner Überzeugung dürften die Wagen, bzw. der Wagenstamm, zum Hbf Frankfurt gehört haben, da der Zug in Frankfurt startet und in Gießen wendet mit entsprechender Behandlungszeit für die Wagen.

Dann noch eine Anmerkung zu zwei bekannten Bildern der BR 01 mit dem Bischoffsexpress in Grünberg.

1961 ist im Laufplan vom 01. Okt. 1961 für BR 01 im Tag 4 und 5 durchgehend ein Bereitschaftsdienst eingetragen. Dieser geht von 14:30 Uhr bis 14:30 des darauf folgenden Tages. Bei Lokstörung der Regellok für den Bischofsexpress wäre das wahrscheinlich die Ersatzlokomotive gewesen. Im Dienstplan von 1962 und 1963 war dieser Dienst dann in Frankfurt mit Frankfurter Personal.

Ich werde den Bildfahrplan mit Laufplänen, die mir zur Verfügung stehen, abgleichen und die Triebfahrzeuge eintragen bzw. noch die Güterzüge nachtragen und den Abzweig nach Lollar nachtragen.

Ich denke, das Thema Fulda-GAP dürfte eventuell auch noch interessant sein. Immerhin habe ich Bedarfspläne von 55/56 für Militärzüge mit Lademassüberschreitung der BD Frankfurt. Planmäßig sind zwar keine Militärs durchgefahren, aber bei den damaligen herbstlichen Großmanövern dürfte auch auf dieser Strecke einiges geboten gewesen sein.

Und für Fremobetrieb gilt nach meiner Überzeugung, dass die drei E-Zugpaare einen jeweils anderen Wagenstamm hatten.

17. August – An der Drehscheibe geht es weiter

Nach Rücksprache und Besprechung wollte ich den Laufkranz auf Schwellen setzen, die auf dem Grubenboden aufgeklebt waren. Nachdem ich aber beim Neuordnen auf meinem Rechner Zeichnungsdateien einer preußischen Drehscheibe mit 16,076 m Bühnennutzlänge gefunden hatte, bei der die Schienenstühle tatsächlich direkt im Beton mit Steinschrauben befestigt sind, habe ich wieder den ursprünglichen Zustand des Bausatzes hergestellt. Inzwischen wurden die Schienenstühle mit Gleislaufkranz eingebaut.

Antrieb zur Drehscheibe

Nebenbei habe ich auch mal das Gehäuse des Antriebs zusammengebaut und den Motor mit den Lagern und Schrauben fixiert. Hierzu musste das zentrale Messingrohr um einige Hundertstel im Durchmesser abgenommen werden, damit die Kugellager satt darauf passen. Leider musste ich dann feststellen, dass die Drehscheibenbühne an der Königsstuhlbohrung kleiner ausgefallen ist als das Messingrohr im Aussendurchmesser ist. Also weiter überlegen wie dieses Problem gelöst werden kann.

Es bleibt auf jeden Fall spannend.

5. Juli Schwellen für die Drehscheibengrube

Wanderschutz für den Laufkranz

Nach etwas längerer Recherche musste ich für mich feststellen, dass der Bausatz der kleinen Drehscheibe einen – für mich – kleinen Makel hat. Die Kleineisen lagen direkt auf dem Betonboden der Grube auf. Ich hatte im Internet nur ein Bild einer in Deutschland gebauten Drehscheibe gefunden bei der die Kleineisen direkt im Boden befestigt waren. Alle anderen gefundenen Bilder hatten Holzschwellen, auf welche die Kleineisen geschraubt waren.

Da eventuell noch an eine Brückenverlängerung zum Drehen von der BR 38.10 gedacht wird, habe ich mich dazu entschlossen, die Schwellen einzubauen. Die gesamte Brücke kommt dadurch zwei Millimeter höher, bekommt deswegen aber auch einen Königsstuhl in Betonbauweise in der Mitte der Grube mit ebenfalls 2 mm Höhe. Das macht die Sache meines Erachtens nach vorbildlicher.

Die Löcher für die mitgelieferten Kleineisen aus Kunststoff habe ich durchgebohrt, um nach dem Aushärten des Klebers die Schwellen von der Rückseite zu Bohren. Quasi die mitgelieferte Lehre.

Mit Schwellen.