4. Dezember 2022 – beleuchtete H-Tafeln für Grünberg

Der Bahnhof Grünberg wies in den 1960er-Jahren als Besonderheit beleuchtete H-Tafeln auf, um dem Triebfahrzeugführer auch im Dunkeln den planmäßigen Haltepunkt des Zuges zu signalisieren. Da diese Signale bisher nicht im H0-Maßstab erhältlich sind, ist hier Selbstbau erforderlich. Also wollte ich herausfinden, ob ein weitgehend maßstäbliches Modell des Signals Ne 5 sinnvoll im 3D-Druck herzustellen ist. Um es später beleuchten zu können, muss es als Hohlkörper gedruckt werden, ohne dabei zu instabil zu werden.

3D-Konstruktion der beleuchteten H-Tafel

Auf Basis einer Zeichnung und zahlreichen Fotos wurde versucht, die Proportionen korrekt zu treffen. Heute habe ich den ersten Probedruck gemacht, um zu prüfen, ob die Materialstärken ausreichend dimensioniert sind und kein Verzug beim Druck entsteht.

3D-Ausdruck der beleuchteten H-Tafel

Das Ergebnis ist sehr zufriedenstellend ausgefallen, so dass auf dieser Basis weiter gearbeitet werden kann. Im nächsten Schritt muss der Einsatz für die Beleuchtung mit Mikro-LED aus durchsichtigem Resin konstruiert und gedruckt werden.

2. Dezember 2022 – Bau der Bahnsteige (4)

Parallel zur weiteren Detaillierung der Bahnsteige auf den Modulen wird an der Überdachung der Bahnsteigunterführungen gearbeitet. Die Stützen der Bedachung sind fertig konstruiert und gedruckt. In den letzten Tagen wurde das Welleternitdach gezeichnet und probeweise ausgedruckt.

„Anprobe“ des Welleternitdaches

Schon die erste „Anprobe“ zeigt keine wesentlichen Fehler bei den Abmessungen; Dach und Stützen passen gut aufeinander. Einige Flächen wurden beim Druck jedoch nicht sauber und gerade abgebildet. Es müssen beim nächsten Mal noch zusätzliche Supports gesetzt werden, so etwa am vorderen Rand des Daches und an den Kopfbrettern. Dann kann auch an diese Baustelle ein Haken gemacht werden.

01. November 2022 – Zweiter Treffeneinsatz für Grünberg

Beim FREMO-Treffen in Hochdorf-Assenheim hatte unser Bahnhof Grünberg seinen zweiten Treffeneinsatz. Bilder des Treffens gibt es wieder im Kleinbahnwiki zu sehen.

Überblick über den Bahnhof Grünberg

Nach dem vorherigen erfolgreichen Einsatz in Petersberg haben die Fahrplaner dieses Mal auch etwas mehr Betrieb in Grünberg eingeplant. Zwischendurch waren so auch schon mal alle Gleise des Bahnhofs voll belegt.

Alle Gleise belegt

Damit der Bahnhof auch von den Fahrgästen und dem Zugpersonal gleich erkannt wurde, gab es als nette Geste von den FREMO-Kollegen passende Bahnhofsschilder.

Neues Stationsschild

Auch die Stellwerkstechnik hat soweit gut funktioniert. Wir haben diesmal Betrieb mit drei Personen gemacht, einem Fahrdienstleiter (FDL) sowie jeweils einem Wärter für jedes Stellwerk. Diese Besetzung hat sich bewährt, so dass wir den Betrieb daraufhin ausrichten werden. Dafür bekommt der FDL dann noch einen zusätzlichen Tisch, um seine Fahrplanunterlagen ausbreiten zu können. Etwas Licht kann da in den dunklen Ecken der Halle ganz hilfreich sein.

Arbeitsplatz des Fahrdienstleiters

Für die Stellwerke steht nun als nächstes der weitere Umbau auf den Felderblock an. Dazu haben wir während des Treffens auch viele wertvolle Hinweise von Kollegen bekommen, die im „echten“ Betriebsdienst tätig sind. Diese wollen wir natürlich gerne umsetzen, um die Sicherungstechnik im Bahnhof zu verbessern. So werden nun als Nächstes die Fahrstraßenhebel in den Blockkasten wandern und es wird eine Abhängigkeit der Fahrstraßenfreigabe vom jeweils anderen Stellpult oder von Gleismeldern geben. Die Gedanken dazu müssen aber noch weiter ausgearbeitet werden.

Stellwerk Gf

Für dieses Jahr wurde auch gleich noch ein Basteltreffen geplant, in dem es mit dem endgültigen Einbau der Weichenantriebe, der Verlegung von Kabelkanälen für die Seilzugleitungen und dem Bau der Bahnsteige weitergehen soll.

10. September 2022 – Schulungstreffen

Nach dem erfolgreichen Einsatz beim Treffen in Petersberg kam der Wunsch auf, die Bedienung der Stellwerkstechnik noch einmal in aller Ruhe üben zu können. Auf dem Treffen mit der laufenden Uhr im Nacken war dafür keine Zeit. Da außerdem seit dem letzten Treffen noch Änderungen an der Technik vorgenommen wurden, die getestet werden mussten, bot es sich an, dafür nochmal ein kleines Treffen mit aufgebautem Bahnhof zu veranstalten. Im Keller eines Mitglieds der Grünberg-Truppe fand sich dafür tatsächlich Platz genug.

Arrangementplan
Schattenbahnhof Hagen Vorhalle

Grünberg im Türdurchgang
Betrieb im Bahnhof
Schattenbahnhof Herbesthal

Da an allen Ästen Schattenbahnhöfe vorhanden waren, konnte voller Betrieb gemacht werden. Damit war es möglich, sich in aller Ruhe mit der Stellwerkstechnik vertraut zu machen und die Bedienhandlungen einzuüben.

Stellwerk Go mit neuen Blockfeldern

Wie schon weiter oben geschrieben, sollten auch Änderungen an der Technik getestet werden. Auf den Blockplatinen kam eine neue Version der Software zum Einsatz, mit der die Probleme bei der Kommunikation auf der Blockleitung behoben sein sollten.

Zudem wurde eine neue Platine für den Felderblock bestückt und die passende Software für die Ansteuerung geschrieben. Sie verfügt nun über eine rote und weiße LED pro Feld, so dass der Zustand eines Feldes eindeutig zu erkennen ist. Ein aktives Feld kann so von einem passiven Feld unterschieden werden. Nach dem erfolgreichen Test werden nun noch die Gehäuse dafür fertiggestellt.

Grünberg kürzen?

Grünberg benötigt für den Betrieb Einfahrsignale, für die Wattenscheider-Schächte in den Nachbarmodulen vorhanden sein müssen. Da das nicht immer der Fall ist, haben wir uns entschieden, auf dem recht langen Abschnitt in Richtung Lollar noch einen solchen Schacht einzubauen.

Eingebauter Wattenscheiter-Schacht

Insgesamt war das Treffen sehr produktiv und wir freuen uns nun, den Bahnhof hoffentlich auf dem nächsten Treffen in Hochdorf-Assenheim wieder einsetzen zu können.