Im Beitrag vom 13. September 2023 wurde von der Konstruktion und dem 3D-Druck der Diesel-Zapfsäule berichtet. Der hierzu passende Dieseltank musste – mangels guter Modellnachbildungen – ebenfalls neu konstruiert und gedruckt werden.
Modell des Dieseltanks
Das Modell ist einem Dieseltank im Bahnhof Freudenstadt nachempfunden. In den nächsten Schritten gilt es, den Tank und die Zapfsäule durch Rohrleitungen miteinander zu verbinden und die Modelle auf einer Grundplatte zu montieren, die austauschbar im Modul platziert werden kann.
Zur Vorbereitung auf das nächste FREMO-Treffen in Krefeld kam die komplette Grünberg-Mannschaft für einen Tag im Odenwald zusammen. Zweck des Treffens war es, den Bahnhof noch einmal komplett durchzutesten und für den nächsten Einsatz bereit zu machen. So wurden alle Gleise nach dem Schottern gereinigt und die Weiche, deren Stellstange erneuert werden musste, einem intensiven Test unterzogen.
Nebenbei gab es noch ein paar Optimierungen. So sitzt der Booster für den Bahnhof inzwischen auf einem Brett, das genau in einen freien Platz in den Transportkisten passt.
Booster mit Transformator auf Transportbrett
Für den Anschluss des Boosters und der Spannungsversorgung der Segmente wurde ein kleines Anschlusspanel gefräst und unter dem Bahnhof montiert. Damit sollte es dort auch wieder etwas aufgeräumter zugehen.
Einspeisung der Spannungen für den Bahnhof
Getestet wurde auch die Stellwerkstechnik und der Streckenblock. Hier haben wir die aktuelle Softwareversion für das LN2Block-Interface aufgespielt. Als Testpartner kam dabei der Rangierbahnhof Dipperz zum Einsatz. Dieser hatte vorher eine neue Adapterplatine von RST für den Einbau einer Bahnhofsschnittstelle erhalten.
Bahnhofsschnittstelle unter dem Bahnhof Dipperz
Damit kann die Bahnhofsschnittstelle zur Anbindung der bekannten Block-Kisten relativ einfach nachträglich in ein vorhandenes Stellwerk integriert werden.
Stellwerk des Bahnhofs Dipperz
Da für die Verwendung des Blocks zwingend Ein- und Ausfahrsignale vorhanden sein müssen, kam noch ein kurzes Streckenmodul mit zwei Wattenscheider-Schächten als Verbindung der beiden Bahnhöfe zum Einsatz. Die freie Strecke ist damit zwar extrem kurz, aber für einen Test reicht es.
Kurze Strecke zwischen den Bahnhöfen
Insgesamt war es wieder ein produktiver Tag und wir denken, dass wir damit gut für den Einsatz in Krefeld vorbereitet sind.
Am Wochenende haben wir uns endlich wieder in fast vollständiger Besetzung zum Basteln getroffen. Die Gleislage hat sich bei allen bisherigen Treffen als betriebssicher bewährt. Die Kabelkanäle für die mechanische Stellwerkstechnik sind verlegt. Alle Voraussetzungen sind gegeben, um mit dem Schottern zu beginnen.
Zunächst waren die Ergebnisse einiger Teilprojekte zu bestaunen, die zu Hause im Bastelkeller entstanden sind. So ist die Drehscheibe inzwischen um weitere Details ergänzt und grundiert worden. Und auch die Gruppenablenkungen vor den Stellwerken sind gedruckt.
Ebenso wird das Bahnsteigdach als 3D-Druck ausgeführt. Wegen der Stabilität wird das Dach aus Messingblech hergestellt und erhält eine Verblendung aus Welleternit in 3D-Druck.
Die zwei großen AUER-Kisten haben Inlets erhalten, damit die beiden Stellwerke und alles Zubehör sicher und ordentlich verstaut werden können. Die Inlets sind zum Teil aus Hartschaum passend gefräst. Auf den ersten Blick ist ersichtlich ob das Zubehör komplett ist
Hauptziel war es mit dem Schottern zu beginnen. Vorbereitend wurde feiner Split mit verdünntem Weißleim in den Zwischenräumen zwischen den Gleisen aufgebracht. Die Zwischenräume waren auf einem der vorangegangenen Basteltreffen bereits mit 1 mm Kork unterfüttert worden. Im Bahnhofsbereich liegen die Schwellen fast plan zum Gelände. Farblich wird alles noch mit der Airbrush nachgearbeitet. Es geht vor allem um die Textur.
Vorab wurden die Löcher für die Kabel der Stromzuführung mit kleinen Fetzen Küchenpapier verstopft, um zu vermeiden, dass an diesen Stellen der Schotter durch die Lücken fällt.
Der Schotter wurde sorgfältig verteilt und dann das Schotterbett mit entspanntem Wasser mittels Zerstäuber gut durchnässt. Dann wurde mit der Pipette verdünnter, wasserlöslicher Weißleim satt eingeträufelt.
Verwendet wurde Schotter von Koemo. Um das Alter und den unterschiedlichen Unterhaltungszustand der Gleise widerzuspiegeln, wurden verschiedenfarbige Schotterarten verwendet. Frischer Schotter W10 für die beiden Hauptgleise mit den Betonschwellen, Gleis 3 dann schon etwas dunkler mit Schotter R10. Die Gleise 4 und 5 bekommen mit R20 Schotter mit dem größten Rostanteil.
Am Abend hatten wir noch Besuch von der AG Walburg. Diskutiert wurde, unter anderem, ob sich die maßstäblichen Bahnhofslaternen auch beleuchten lassen. Es gilt dazu durch ein Vierkant Rohr mit Außenabmessung 0,4 mm x 0,4 mm einen Draht zu den Micro LED in die Laterne zu verlegen. Man darf gespannt sein. Die Leuchte macht sich auf dem Bahnsteig schon sehr gut.
Das Basteltreffen war alles in allem erfolgreich und hat viel Spaß gemacht. Es wird noch einige weitere Treffen brauchen, um den Bahnhof weiter auszugestalten. Vor dem nächsten Einsatz in Krefeld im Februar haben wir im Januar noch ein Treffen mit ausgiebigen Tests geplant.
… Grünberg, das wäre genau genommen nicht korrekt. Denn die Anregung, maßstäbliche Leuchten für den Bahnhof im 3D-Druck herzustellen, kam vom Projekt Walburg. Die Vorlagen in Form von Fotos, einem Siemens-Leuchtenkatalog und Maßskizzen lieferten zwei Mitglieder des Bahnhofsprojekts. Darauf basierend wurde die Leuchte in Autodesk Fusion360 konstruiert und zur Probe gedruckt.
Prototyp der Bahnsteigleuchte ‚Walburg‘
Auf einem kleinen Schaustück in Szene gesetzt, wirkt die Leuchte sehr vorbildgerecht, so wie sie auf Hunderten von Fotos von DB-Bahnanlagen der Epochen 3 und 4 in dieser oder ähnlicher Form zu finden sind. Und so wird die Leuchte auch auf dem Bahnhof Grünberg aufgestellt werden, wo sie auf Vorbildfotos auf dem Hausbahnsteig an Gleis 1 zu erkennen ist.
Nach dem Einsatz in Heinsberg haben wir uns diesmal in kleiner Runde getroffen, um weiter an Grünberg zu arbeiten. Auf unserer Trello-Aufgabenliste standen verschiedene Punkte zum Nacharbeiten:
Ausrichten einiger Gleisübergänge und Anlöten von losen Lötstellen
Überprüfen der Spurweite in den beiden DKWs
Justage der Gleissperren
Beim Kürzen eines Stelldrahtes mit der Trennscheibe hat die Hitze die Stellschwelle beschädigt. Deshalb muss die Weiche ausgebaut werden und bekommt nun eine neue Stellschwelle. Nächstes Mal werden wir wieder den Seitenschneider zum Kürzen der Stelldrähte verwenden.
Die Lage der Gruppenablenkung vor den Stellwerken wurde festgelegt und die Kabelkanäle wurden weiter ergänzt. Die beiden Gleissperren haben dabei auch die noch fehlenden Antriebskästen bekommen.
Um später Drainagematerial zu sparen haben wir zwischen den Gleisen 1 mm Korkplatten aufgeklebt.
Anschließend wurden die Kabelkanäle mit der Airbrush grundiert. Damit haben wir alle Vorarbeiten für Drainagearbeiten und das Schottern abgeschlossen.
Die Kopfbretter und die jeweils zugehörigen Kopfteile der Module haben wir mit Schablonen aus dem 3D-Drucker beschriftet.