6./7. Juni 2026 – Endlich geht’s weiter

Nach einiger Zeit trafen sich vier Mitglieder der Arge Grünberg endlich mal wieder zum gemeinsamen Basteln an den Modulen. An einzelnen Projekten wurde in der Zwischenzeit zwar schon stetig weiter gearbeitet, aber eben nicht an den Modulen, die zentral an einem Ort gelagert sind. Im Folgenden sollen die Fortschritte des Bastelwochenendes präsentiert werden.

Das Modul 6 wies bisher noch relativ große, freie Flächen ohne jegliche Gestaltung auf. Hierzu musste das Gelände vor der Drehscheibe sowie jenseits des Streckengleises nach Fulda gestaltet werden. An Gleis 9 wurde zunächst eine Dieseltankstelle platziert, deren Betonfundament bis ans Gleis heranreicht.

Die Dieseltankstelle hat ihren finalen Platz eingenommen.

Am Rande der Untersuchungsgrube soll eine kleine Bekohlungsanlage mit Kohlenkran und Bansen dargestellt werden. Fast bis zum Ende des Dampfbetriebs haben Dampflokomotiven regelmäßig in Grünberg übernachtet und wurden hier mit Betriebsmitteln versorgt. Der Platz hierfür wurde ebenfalls vorbereitet, so dass das Modell in der heimischen Werkstatt fertig gebaut werden kann und nur noch eingepasst werden muss.

Gesamtansicht des Moduls 6 nach Abschluss der Arbeiten

Den Großteil des Wochenendes beanspruchte jedoch die Begrünung des umliegenden Geländes. Für die Darstellung des Brachlands wurden Geländematten von Welberg Scenery verwendet, die bereits hervorragend detailliert sind und wenig mit den gern verwendeten Grasmatten anderer Hersteller gemein haben. Die Übergänge zum Gleiskörper wurden mit dem elektrostatischen Begrasungsgerät und Fasern in verschiednen Längen und Farbtönen nachgearbeitet. Um ein vorbildlicheres Gesamtbild der Landschaft zu erzielen, wurden zahlreiche Büsche zu Buschgruppen zusammengefügt und in die Umgebung eingebettet. Wo nötig, wurde auch noch nachgeschottert. Nun macht das Modul schon einen sehr guten Eindruck und passt viel besser zu den übrigen, gestalteten Modulen des Bahnhofs.

Weiterhin haben wir auch endlich die beiden Schranken eingebaut. Angesteuert werden die Schranken von jeweils einem Servo über eine 3D-gedrucke Mechanik.

Die Schranken im eingebauten Zustand.

Die Ansteuerung der Servos über eine Elektronik werden wir beim nächsten Treffen ergänzen.

Als kleines Detail wurden noch Gleisfeldleuchten aufgestellt. Die Laternen und Halter sind 3D-Druckteile, für die Holzmasten wurden Schaschlikspieße verwendet.

Die selbst gebauten Gleisfeldleuchten auf Modul 5.

3. Mai 2024 – Eine Dieseltankstelle für Grünberg (2)

Im Beitrag vom 13. September 2023 wurde von der Konstruktion und dem 3D-Druck der Diesel-Zapfsäule berichtet. Der hierzu passende Dieseltank musste – mangels guter Modellnachbildungen – ebenfalls neu konstruiert und gedruckt werden.

Modell des Dieseltanks

Das Modell ist einem Dieseltank im Bahnhof Freudenstadt nachempfunden. In den nächsten Schritten gilt es, den Tank und die Zapfsäule durch Rohrleitungen miteinander zu verbinden und die Modelle auf einer Grundplatte zu montieren, die austauschbar im Modul platziert werden kann.

13. September 2023 – Eine Dieseltankstelle für Grünberg

Bei den FREMO-Treffen, bei denen der Bf Grünberg eingesetzt wird, bestimmt der Veranstalter den Vorbildzeitraum, an dem sich u. a. der Fahrzeugeinsatz und der Fahrplanbetrieb orientieren, um ein stimmiges Bild dieser Epoche wiederzugeben. Die beliebtesten Zeiträume bei H0fine-Treffen waren bisher die Epoche 3b (1963-1968) und die Epoche 4a (1970-1975). In Bezug auf die Lokbehandlungsanlagen vor der Drehscheibe an Gleis 9 heißt dies, dass eine Möglichkeit zur Restaurierung von Dampflokomotiven in der Epoche 3b vorbildgerecht ist, aber spätestens Ende der 1960er-Jahre die Dieseltraktion die Leistungen der Dampflokomotiven im Zugverkehr fast vollständig übernommen hatte. Demzufolge müsste in der Epoche 4a an der Stelle des Kohlenbansens eine Dieseltankstelle stehen. Um hier ein vorbildgetreues Erscheinungsbild wiederzugeben, sollen Kohlenbansen und Dieseltankstelle deshalb gegeneinander austauschbar sein.

Zur Ausgestaltung von Gleis 9 wurde bisher nur ein Kohlenkran angeschafft, der neben der im Gleis eingebauten Untersuchungsgrube den Zweck dieses Bereichs darstellen soll. Die vollständige Ausgestaltung soll im nächsten Jahr angegangen werden.

Derzeitige Ausgestaltung der Lokbehandlungsanlagen

Die Suche nach einer Dieseltankstelle mittlerer Größe im Maßstab 1:87, die das Betanken von Schienenbussen und der Bahnhofs-Köf, fallweise auch mal einer übernachtenden Streckendiesellok, erlaubt, blieb bisher ohne Erfolg. Die verfügbaren Bausätze sind viel zu klein und darüber hinaus schlecht detailliert, so dass sie heutigen Ansprüchen nicht mehr genügen. Auch in diesem Fall bleibt hier nur der Selbstbau, um zu einem passenden Ergebnis zu kommen.

Die Recherche begann damit, ein Vorbild für eine Zapfsäule zu finden, wie sie bei der DB in vielen Bahnbetriebswerken für Dieselloks anzutreffen waren. Schließlich fand ich bei einem Spur 0-Modellbahner im Internet einen schönen Beitrag, der u. a. Fotos einer Zapfsäule der Firma Salzkotten aus verschiedenen Perspektiven zeigte. Diese Fotos nutzte ich als Vorlage für ein Modell in 1:87.

3D-Konstruktion der Zapfsäule

Nach einigen Korrekturen in Bezug auf die Widerstandsfähigkeit der Kleinteile an der Zapfsäule konnte heute ein Prototyp fertig gestellt werden, der nach der Grundierung nun noch farblich gestaltet werden muss. Die Skalen hinter der Glasscheibe müssen noch mithilfe eines Zeichenprogramms designt und mit hoher Auflösung im Copyshop ausgedruckt werden, um zum Abschluss der Bastelei eingeklebt zu werden.

Modell einer Zapfsäule für Dieselloks

Zur Vervollständigung der Dieseltankstelle fehlt dann noch der passende Tank mit ausreichender Kapazität, der ebenfalls selbst gebaut werden wird. Das wird dann Inhalt eines folgenden Beitrags werden.