Beim vergangenen Basteltreffen wurde die Lage der kleinen Bekohlungsanlage an Gleis 9 vor der Drehscheibe festgelegt. Nun geht es an die Gestaltung der Behandlungsanlagen im Modell. Wie bereits bei anderen Ausstattungsteilen des Bahnhofs Grünberg sind am Markt oft keine authentischen Modelle zu finden, so dass nur der Selbstbau bleibt. Der Anfang wurde nun mit dem Modell eines Kohlenhunts gemacht.
Die Nachbildung eines Kohlenhunts für die kleine Bekohlungsanlage an Gleis 9.
In der Darstellung einer solch kleinen Anlage wie in Grünberg wäre die Verlegung von Feldbahngleisen und kleinen Drehscheiben zum Bewegen der Hunte im Kohlenbansen unangebracht. Bei der Recherche zu diesem Thema tauchte das Foto eines Kohlenhunts mit Rädern ohne Spurkranz auf, den man auf einer glatten Betonfläche mit Muskelkraft gut bewegen konnte, was passender erschien. Die Abmessungen wurden anhand von Anhaltspunkten in der nahen Umgebung geschätzt und in eine Konstruktionszeichnung übertragen. Im Bild oben wurde der Probedruck im Vergleich zu einem Preiser-Männlein in Szene gesetzt. Das Ergebnis ist zufriedenstellend.
Als Nächstes werden das Betonfundament und die Wände des Kohlenbansens gebaut – ein Bericht dazu folgt.
Nach einiger Zeit trafen sich vier Mitglieder der Arge Grünberg endlich mal wieder zum gemeinsamen Basteln an den Modulen. An einzelnen Projekten wurde in der Zwischenzeit zwar schon stetig weiter gearbeitet, aber eben nicht an den Modulen, die zentral an einem Ort gelagert sind. Im Folgenden sollen die Fortschritte des Bastelwochenendes präsentiert werden.
Das Modul 6 wies bisher noch relativ große, freie Flächen ohne jegliche Gestaltung auf. Hierzu musste das Gelände vor der Drehscheibe sowie jenseits des Streckengleises nach Fulda gestaltet werden. An Gleis 9 wurde zunächst eine Dieseltankstelle platziert, deren Betonfundament bis ans Gleis heranreicht.
Die Dieseltankstelle hat ihren finalen Platz eingenommen.
Am Rande der Untersuchungsgrube soll eine kleine Bekohlungsanlage mit Kohlenkran und Bansen dargestellt werden. Fast bis zum Ende des Dampfbetriebs haben Dampflokomotiven regelmäßig in Grünberg übernachtet und wurden hier mit Betriebsmitteln versorgt. Der Platz hierfür wurde ebenfalls vorbereitet, so dass das Modell in der heimischen Werkstatt fertig gebaut werden kann und nur noch eingepasst werden muss.
Gesamtansicht des Moduls 6 nach Abschluss der Arbeiten
Den Großteil des Wochenendes beanspruchte jedoch die Begrünung des umliegenden Geländes. Für die Darstellung des Brachlands wurden Geländematten von Welberg Scenery verwendet, die bereits hervorragend detailliert sind und wenig mit den gern verwendeten Grasmatten anderer Hersteller gemein haben. Die Übergänge zum Gleiskörper wurden mit dem elektrostatischen Begrasungsgerät und Fasern in verschiednen Längen und Farbtönen nachgearbeitet. Um ein vorbildlicheres Gesamtbild der Landschaft zu erzielen, wurden zahlreiche Büsche zu Buschgruppen zusammengefügt und in die Umgebung eingebettet. Wo nötig, wurde auch noch nachgeschottert. Nun macht das Modul schon einen sehr guten Eindruck und passt viel besser zu den übrigen, gestalteten Modulen des Bahnhofs.
Weiterhin haben wir auch endlich die beiden Schranken eingebaut. Angesteuert werden die Schranken von jeweils einem Servo über eine 3D-gedrucke Mechanik.
Die Schranken im eingebauten Zustand.
Die Ansteuerung der Servos über eine Elektronik werden wir beim nächsten Treffen ergänzen.
Als kleines Detail wurden noch Gleisfeldleuchten aufgestellt. Die Laternen und Halter sind 3D-Druckteile, für die Holzmasten wurden Schaschlikspieße verwendet.
Die selbst gebauten Gleisfeldleuchten auf Modul 5.