02. April 2022 – Signaltechnik

Am letzten Wochenende haben wir uns wieder in kleiner Runde in der Rhön getroffen, um weiter an unserem Bahnhof zu bauen. Diesmal stand das Treffen ganz im Zeichen der Signale.

Beim Transport haben die Signale etwas gelitten. Beim linken Signal war die Lötstelle des Mastes wohl kalt und löste sich durch die Erschütterungen des Transports. Auch sind die Signalscheiben der Laternen nicht einheitlich angebracht, bei manchen Signalen ist Grün oben, bei anderen Rot. Da müssen wir noch mal ran.

Beschädigte Signale

Soweit möglich wurden dann die Signale in die entsprechenden Schächte gesetzt und die Endlagen der Servos in die Decoder einprogrammiert. So können nun schonmal die Ausfahrten signalisiert werden.
Die Einfahrtsignale konnten leider nicht getestet werden, da wir die notwendige Dokumentation des Signaldecoders erst nach dem Wochenende erhalten hatten.

Signalisierung der Ausfahrt Richtung Gießen

Ein weiterer wichtiger Punkt bei dem Treffen war der Test der Stromversorgung der Decoder. Beim ersten Aufbau des Bahnhofs in Hochdorf-Assenheim kam es immer wieder zu zufälligem Umlaufen von Weichen, ohne dass es dazu einen Schaltbefehl gegeben hätte. Unsere Vermutung war, dass die Spannungsversorgung der Decoder nichts stabil genug war, so dass Spannungsschwankungen zu Störungen führten. Aus diesem Grund speisen wir inzwischen die Segmente mit 12V und haben vor jeden Decoder einen Spannungsregler gesetzt, der die 12V auf die vom Decoder benötigten 5V heruntersetzt. Diese Maßnahme hat sich bewährt, wir konnten während des ganzen Basteltreffens keine Fehlschaltung mehr beobachten.

Spannungsversorgung der Decoder und DCC-Einspeisung

Da nun ein Großteil der Signale und alle Felderblock-Bedienteile an einem Ort versammelt waren, konnte auch die korrekte Funktion des Streckenblocks an allen Streckenabgängen getestet werden. Mangels Platz um drei weitere Bahnhöfe aufzubauen, wurden für die Gegenstellen normale Blockkisten mit Bahnhofssimulatoren eingesetzt.

Die Bedienung erfordert ein kleines bisschen Umdenken im Vergleich zu den „normalen“ Blockkisten. Nach einigen Ein- und Ausfahrten geht das ganze dann aber immer flüssiger. Soweit wir das von den Tests mit simulierten Bahnhöfen sagen können, funktioniert der Streckenblock in Grünberg auf allen Streckenästen.

Stellpult „Go“ mit Felderblock-Bedienteilen

Während des Basteltreffens bekamen wir auch noch Besuch von einem der Erbauer des Bahnhofs Walburg. Er zeigte uns das Segment mit dem wunderschön gestalteten Bahnübergang in der Einfahrt zum Bahnhof. Die Schranken dort werden von Servos bewegt, die von der Steuerung von RST angesteuert werden. Passend zum Öffnen und Schließen der Schranken erzeugt die Steuerung auch die Glockenschläge.

Bahnübergang Walburg

Einen Bahnübergang gibt es in unserem Bahnhof Grünberg auch, hierzu haben die Arbeiten aber noch nicht angefangen.

Als Ergebnis des Basteltreffens sind wir sehr zuversichtlich, dass die Stellwerkstechnik soweit funktionsfähig ist. Noch etwas Nacharbeiten ist bei den Signalen angesagt, damit diese sauber die Positionen der Signalflügel einnehmen. Insgesamt ist der Bahnhof aber wieder einen Schritt weiter zur Einsatzbereitschaft beim Treffen in Petersberg im Sommer gekommen.

01. November 2021 – Testtreffen für den Bahnhof Grünberg in Hochdorf-Assenheim

Vor dem ersten Betriebseinsatz des Bahnhofs Grünberg war es unser Ziel, den Bahnhof einmal mit angeschlossenen Schattenbahnhöfen aufzubauen, um ihn dort unter Betriebsbedingungen testen zu können. Die Hoffnung war, dabei Probleme und Kinderkrankheiten entdecken zu können, um diese vor einem „echten“ Einsatz ausmerzen zu können. Auch sollten dabei erste Erfahrungen zur Benutzung des Bahnhofs und zu den dafür benötigten Zeiten gesammelt werden. Aufgrund der Größe des Bahnhofs und der benötigten Schattenbahnhöfe schied ein privater Aufbau aus. Netterweise konnten die Freunde beim FREMO-Treffen in Hochdorf-Assenheim noch etwas Platz am Rand der Halle frei lassen, in dem wir unser Mini-Arrangement aufbauen konnten.

Überblick über das Arrangement in Hochdorf-Assenheim

So konnten wir das Treffen nutzen, um ausführlichen Testbetrieb zu machen. Während die Stellwerkssoftware einwandfrei funktioniert hat und nur noch Optimierungen am Verschlussplan vorgenommen werden müssen, macht die Elektronik etwas mehr Probleme. Es gab es immer wieder Weichen, die ohne Zutun des Stellwerkes umgestellt wurden. Hier sind wir noch auf der Fehlersuche. Trotzdem hat der Betrieb mit den provisorischen Stellpulten sehr viel Spaß gemacht. Der in der Halle vorhandene Bartresen erwies sich dabei als ideale Abstellfläche;-)

Provisorische Stellpulte in Aktion

Auch sonst wurde fleißig an Grünberg weitergearbeitet. So wurden die ersten Gleissperrsignale eingesetzt, die letzten Schienen eingebaut und natürlich kräftig Betrieb gemacht. Das Treffen war auch ein erster Test für neue Streckenmodule eines weiteren FREMO-Freundes. Die dort vorhandene Straße wurde natürlich auch ausgiebig getestet!

Neue Streckenmodule mit Straße

Alles in Allem war es ein sehr schönes, produktives und manchmal auch lustiges Treffen, das Grünberg einen großen Schritt weiter zum ersten Treffeneinsatz gebracht hat. Anbei noch ein paar Eindrücke von unseren Arbeiten: